MWST: Registrierungsgründe und -verfahren in der EU

Für Schweizer Firmen gibt es verschiedene Registrierungsgründe um sich in der EU bei der Mehrwertsteuer anzumelden. Ebenfalls wird im folgenden Blogbeitrag auf das Verfahren dazu eingegangen.

Registrierungsgründe

Registrierungsgründe

Für eine Schweizer Firma kann die Registrierung zu einer Handelsoptimierung durch die EU-Verzollung führen. Dies, weil mit einer eigenen EU Umsatzsteuernummer oder durch einen Fiskalvertreter die innergemeinschaftlich steuerbefreite Lieferung möglich wird. Bei regelmässigen Lieferungen empfiehlt sich eine Fiskalvertretung allerdings nicht. Ebenfalls ist die Problematik der Werklieferungen zu betrachten. Mit der Triangulation kann eine Steuerneutralität erreicht werden und damit sind die Handelshemmnisse aus dem Weg geräumt.
Das Registrierungsverfahren ist in der EU allerdings nicht einheitlich geregelt. Je nach Land kommen unterschiedliche nationale Gesetze zur Anwendung. So müssen zum Beispiel in Italien und in Frankreich Fiskalvertreter bestimmt werden. Anders die Situation in Deutschland, wo eine Registrierung auch ohne Fiskalvertreter möglich ist. In Österreich gilt grundsätzlich die gleiche Regelung, allerdings stellen die österreichischen Steuerbehörden keine Post ins Ausland zu.
Mit der Änderung der Schweizer Zollgesetze ist eine Anmeldung von Einfuhren und auch Ausfuhren seit dem 1. Januar 2013 nur noch elektronisch möglich. Ebenso sind die Dokumente zwingend elektronisch aufzubewahren.
Bei einer Triangualation ist auf der Rechnung ein Hinweis auf die Übertragung der Umsatzsteuerschuld auf den letzten Abnehmer anzubringen (“Übertragung der Steuerschuld wegen innergemeinschaftlichem Dreiecksgeschäft im Sinne von Art. 28e Teil E Abs. 3 der 6. EG Richtlinie”).
Erfolgt eine Rechnungsstellung im Reverse-Charge-Verfahren so lautet der Hinweis: “Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger”.
Bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung sind beide Ust-ID-Nummern zu vermerken. Auch hier ist ein Hinweise zu ergänzen: “Steuerfrei als innergemeinschaftliche Lieferung”. Dabei erklärt der Abnehmer den innergemeinschaftlichen Erwerb, darüber hinaus bestehen umfassende Meldepflichten.


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